Die in ihrer Leuchtkraft und Farbtonvielfalt von keiner anderen Beizgruppe erreichten Farbstoffbeizen.

Farbstoffbeizen werden in drei Hauptgruppen eingeteilt:

- wasserlösliche Beizen (auch Antik-/Wachsbeizen )
- alkohollösliche (Spiritus) Beizen
- ölartige Beizen
Bei allen drei Gruppen werden überwiegend synthetische Farbstoffe und Hilfsmittel eingesetzt.
Die weicheren Frühholzanteile nehmen mehr Farbstoff auf als die härteren Spätholzzonen und werden dadurch dunkler. Es entsteht ein negatives Beizbild. In der Restaurierung ist ein Färben des alten rohen Holzes nicht empfehlenswert, da die synthetischen Farbstoffe nicht mehr bzw. sehr schwer aus den Holzfasern wieder zu entfernen sind. In der Restaurierung sind Beizen auf der Basis von Naturfarbstoffen einzusetzen.

Echtes Beizen
Beizen nennt man die farbliche Gestaltung von Holzoberflächen durch Auslösen einer chemischen Reaktion, z. B. mit der holzeigenen Gerbsäure oder mit Farbstoffen welche meist flüssig aufgetragen werden und sich in die Holzstruktur einlagern. 

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Mobirise

Körnerbeize als wässrige Lösung (Flächenbeize)

Für helle Farbtöne: ca 0,5% (5 auf 1l Wasser)
Für dunklere Farbtöne: ca. 5,0% (50g auf 1l Wasser)
In heißem Wasser lösen und erst nach dem Erkalten verarbeiten.
Eine wässerige Lösung der Beize ist nicht lagerbeständig.



Mobirise

Körnerbeize als Konzentrat (für Retusche)

 1/4l kochendes Wasser
(Wasser vom Feuer nehmen)
11-12 gehäufte Esslöffel (ca.125g) Beizpulver unter Rühren dazugeben.

Gemenge gut verrühren, anschließend in eine verschließbare Dose geben.
Bis das Konzentrat ausgekühlt ist, die Dose offen stehen lassen, damit Wasser verdampfen kann.

Das fertige (eingedickte) Konzentrat wird wie Malkastenfarbe verwendet.
Das Konzentrat nach Gebrauch immer eintrocknen lassen, damit es nicht verderben kann.